TuS Lintfort Exults: Endurance, Passion — and the Triumph of Laura Graef

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Es war ein wahres Mentalspiel: Nicht nur die Spielerinnen vom TuS Lintfort waren nach dem Schlusspfiff schweißüberströmt und jubelnd vor Freude. Auch fast 450 Zuschauer an den Rängen der Eyller Sporthalle brauchten Zeit, um wieder zu Atem zu kommen. Die Zweite-Liga-Handballspielerinnen unter ihrer Coach Bettina Grenz-Klein konnten im Kampf gegen den Abstieg nicht nur starkem Druck widerstehen, sondern zeigten auch eine hervorragende Leistungshaltung und besiegten ihren Direktbewerber, die Kurpfalz Bären aus Ketsch, mit einem Ergebnis von 28:21 (15:12). Diese zwei Punkte sind unendlich kostbar, da sie nämlich direkt gegenüber einem anderen Team am Tischboden spielten.

TuS Lintfort besiegt den direkten Rivalen aus der Abstiegszone.

Wie schon bekannt ist, wurde sehr vieles aufs Spiel gesetzt. Trotzdem begannen gleich vom Anfang an zwei ebenbürtige Teams gegeneinander anzutreten. Der Start des TuS verlief jedoch ein wenig holprig. Die Torerfolgsrate ließ zu wünschen übrig. Zunächst erscheint es, als ob die Bären etwas mehr Motivation zeigten und mit einem Vorsprung von 5:3 (nach Minute 9) vorne lagen. Doch die Spielerinnen des TuS steigerten ihre Leistung, fügten den Spielen viel Emotion hinzu und gewannen damit zunehmend Selbstbewusstsein. Gleichzeitig wurde aber genauso deutlich: Laura Graef würde der Schlüssel zum Siegeszug sein. Als Torwartin des TuS erwies sie sich immer wieder durch hervorragende Paradeaktionen, was ihr langsam einen Platz im Kopf der Gegnerinnen verschaffte. So konnte beispielhaft das beste Angreiferteam der Gastmannschaft, darunter Svenja Mann mit ihren drei Toren, keine nennenswerten Einflussnahme nehmen. Belebt durch Laura Graefs beeindruckenden Aktionen wurden sowohl der Gesamtspielstyle als auch besonders die Abwehrstrategien des TuS verbessert. Diese Defensive erzielte fast keinen Wettstreit bei ihrer Kampfstärke.

Es zeigte sich deutlich, dass eine fantastische Atmosphäre vorhanden war, welche die Offensive außerdem ankurbelte: In den ersten 30 Minuten dominierte definitiv Eline Veltrop. Die niederländische Spielerin brachte es fertig, voller Begeisterung zu spielen und nutzte dabei ihre Geschwindigkeit sowie ihren Torschießersinn optimal aus. Nach einem Lauf mit dem Ergebnis von 4:0 bis hin zur Punktzahl von 7:5 übernahmen Lintfort kontrollierter das Spiel und schafften Vorzüge herauszuholen. Zudem erwies sich die Einwechslung von Jule Samplonius als sehr vorteilhaft. Ab dem Zeitpunkt von Minute 14 steuerte sie neuen Schwung bei - insbesondere ihre beiden hintereinandergeschalteten Pässe an die Kreiselnde Jana Willing waren äußerst bemerkenswert. Kurzerhand kurz darauf gelang es Laura Gräf einen Siebenmetertorversuch erfolgreich abzuwehren, woraufhin die Fans im Publikum großes Jubeln veranstalteten.

Spielstatistik

TuS Lintfort: Laura Graef – Michelle Breitbarth, Sydney Lupisella 2, Eline Veltrop 5, Jule Samplonius 1, Julia Fassbender, Nathalie Corsten, Milica Vlahovic 4, Nyah Metz 2, Jana Willing 7, Svenja Rottwinkel 5/1, Valentina Beodranski, Insa Weisz 2, Rieke Rosner.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war herausfordernd: Die Verteidigung funktionierte nicht.

Das Antrittsschießen in die zweite Halbzeit gestaltete sich für Lintfort recht herausfordernd. Das gesamte Abwehrgespann zeigte einige Schwächen. Es mangelt an Stärke und Festigkeit – die Bälle wurden schwach geworfen und landeten außerhalb des Ziels. Bis auf das Standes von 16:17 (41.), blieben sie dicht dran. Allerdings ist es erwähnenswert, wie verlässlich die Defensive noch immer agierte: Alle Spielerinnen gaben ihr Bestes und gingen über ihre körperlichen Limiten hinaus. Was Jana Willing, Milica Vlahovic, Svenja Rottwinkel, Insa Weisz oder Eline Veltrop hier demonstrierten, wird hoch gelobt. Der komplette Schutzblock wurde hart bedrängt. Dennoch sollte man niemals vergessen, den Namen Laura Graef auszuschreiben. Diese beeindruckende Torwartin behielt ihren Status als "Festung im Gefecht". Die 30-jährige Frau verwirrte und beschämte ihre Konkurrentinnen erneut, sodass Ketsch gegen Ende der Partei vollends frustriert war und seine Offensive komplett zum Erliegen kam.

Für den TuS Lintfort wurden die Osterfeiertage am Samstagabend durch das abschließende klare Heimspielerfolg rettet. "Meinen Mädchen möchte ich nur ein riesiges Lob ausstellen", wiederholte Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel mehrfach: "Wir haben einen äußerst wichtigen Sieg mit vier Punkten gemacht."

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